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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Hamburg

Arzneimittelversorgung

Die Arzneimittelversorgung unserer Patientinnen und Patienten beginnen wir mit einer gründlichen Arzneimittelanamnese bei der Aufnahme. Während des Aufenthaltes erfolgt die Versorgung IT-gestützt patientenorientiert.

Arzneimittelanamnese bei der Aufnahme

Seit 2006 ist ein besonderer Service etabliert. Für alle Stationen, ausgenommen die der Kinderklinik, werden durch klinische Pharmazeuten Arzneimittelanamnesen direkt für die Patientin/ den Patienten am Tag der Aufnahme durchgeführt. In der Apotheke erfolgt ein Interaktionscheck aller anamnestisch ermittelten Arzneimittel pro Patientin/ Patient untereinander (Prüfung auf Wechselwirkung der Medikamente). Nach dieser Prüfung werden die geplanten diagnostischen bzw. therapeutischen Maßnahmen betrachtet.

Die pharmazeutisch geprüften Arzneimittelanamnesen stehen den behandelnden Ärztinnen und Ärzten zeitnah zur Verfügung. Falls Wechselwirkungen erkennbar sind, die ein Eingreifen notwendig machen, werden die erforderlichen Maßnahmen im klinischen Team aus Ärztinnen und Ärzten sowie Apothekerinnen und Apothekern beraten und umgesetzt.

Patientenorientierte Arzneimittelversorgung (PAV) während des Aufenthaltes

Des Weiteren wurde eine UnitDoseVersorgung mit Arzneimitteln aus der Apotheke etabliert. Dazu werden alle Medikamente mit einer speziellen Verschreibungssoftware im Computer geführt, täglich aktualisiert, auf Interaktionen geprüft und pharmazeutisch validiert. Ein Verpackungsautomat stellt die Medikamente dann patientenindividuell zusammen. Die genaue Beschriftung der Medikamententütchen mit Patientenname, Präparatname, Einnahmezeitpunkt und Einnahmehinweisen erleichtert die Anwendung und macht sie sicher.

Mitgabe von und Informationen zu den Arzneimitteln bei Entlassung

Bei der Entlassung nach stationärer oder ambulanter Behandlung erhalten die Patientinnen und Patienten die zur Überbrückung benötigte Menge an Arzneimitteln nach den gesetzlichen Vorgaben. Meistens ist dies der Fall, wenn im unmittelbaren Anschluss an die Behandlung ein Wochenende oder ein Feiertag folgt. Unbeschadet hiervon können an Patientinnen und Patienten, für die die Verordnung häuslicher Krankenpflege nach § 92 Abs. 7 Satz 1 Nr. 3 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch vorliegt, die zur Überbrückung benötigten Arzneimittel für längstens drei Tage abgegeben werden.

In dem bei der Entlassung ausgehändigten Arztbrief sind alle Arzneimittel genau beschrieben. Dadurch, dass sich die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte des Heidekreises auf Leitsubstanzen bei den gängigsten Wirkstoffgruppen verständigt haben, ist eine
entsprechende Weiterbehandlung in den meisten Fällen problemlos möglich. Diese Art der Arzneimittelversorgung, bei der durch die pharmazeutische Begleitung sowohl Verordnungs- als auch Dokumentationsfehler vermieden werden können, führt darüber hinaus durch Qualitätsverbesserung der Pharmakotherapie zu einer Kostenreduktion.

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