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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Hamburg

Stress lass nach! Welche Therapie schafft einen Ausweg?

Mittwoch, 10. April 2019

Stress hinterlässt Spuren an Körper und Seele. Wussten Sie, dass sich die Zahl der Krankheitstage aufgrund psychischer Erkrankungen und Verhaltensstörungen in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt hat? Laut einer Studie sind 87 Prozent der Menschen in Deutschland gestresst, jeder Zweite glaubt, von Burn-Out bedroht zu sein (Quelle: pronova BKK, 2018).

Durch anhaltenden Stress ausgelöste Erkrankungen gehören heute zu den schwerwiegendsten und bedeutendsten Krankheitsbildern in Deutschland, Europa, sogar weltweit. Dr. med. Rahul Sarkar, Chefarzt der Psychiatrie und Psychotherapie des Heidekreis-Klinikums: „Das „Ausgebrannt-" oder „Erschöpftsein", häufig auch als Burnout bezeichnet, ist eine dieser Stresserkrankungen und betrifft in seinen unterschiedlichen klinischen Bildern und Schweregraden bis zu 20% der Bevölkerung. Gefühle, Gedanken, der Körper, die sozialen Beziehungen – alles kann davon beeinträchtigt werden."

Trotz der wachsenden Bedeutung werden Stressfolgeerkrankungen, Überlastungsreaktionen oder Burnout häufig zu spät erkannt oder nur unzureichend behandelt. Dabei können diese Störungen Risikofaktoren für das Auftreten anderer schwerwiegender Volkskrankheiten wie Depression, Herzinfarkt, Schlaganfall, Osteoporose und Diabetes sein. Denn akuter und dauerhafter Stress hat vielfältige Symptome: Schwindelgefühle, Herz- und Kreislaufbeschwerden wie Bluthochdruck, aber auch Herzrasen und Atembeschwerden, Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall, Reizdarm oder Sodbrennen können dazu gehören. Dr. Sarkar: „Ein „Burnout" kann unbehandelt sogar die Lebenserwartung reduzieren. Deshalb ist die individuelle, nachhaltige und wissenschaftlich fundierte Informationsvermittlung und die Aufklärung über geeignete Therapien wichtig." Die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit zu der Begrifflichkeit „Burnout" bzw. Stressfolgeerkrankungen, bzw. Überlastungsreaktionen zeige, so der Chefarzt, einen erheblichen Informations- und Hilfebedarf in unserer Gesellschaft. Deshalb lädt Dr. med. Rahul Sarkar zum Vortrag „Stressfolgeerkrankungen & psychische Überlastungsreaktionen – welche Therapie schafft einen Ausweg?" am Montag, den 29. April ab 19 Uhr in der Freizeitbegegnungsstätte (FZB), Auf dem Eck 2 in 29640 Schneverdingen ein. Gern wird er auch Ihre persönlichen Fragen beantworten.

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