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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Hamburg

Ausgezeichnet: „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie“ am Heidekreis-Klinikum

Mittwoch, 05. Februar 2020

Zum ersten Mal wurde die Fachabteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie des Heidekreis-Klinikums am Standort Walsrode von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zum „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie" ausgezeichnet. Rund 360.000 Operationen werden in Deutschland jährlich durchgeführt, somit sind Hernien die häufigste Krankheit in der Chirurgie.

Sylvia Aust, Oberärztin der Allgemein- und Viszeralchirurgie und Zentrumskoordinatorin: „Mit dieser Zertifizierung haben wir bewiesen, dass in unserer Fachabteilung eine große Expertise zur Behandlung von Weichteilbrüchen wie Leistenbrüchen, Narben- und Nabelbrüchen besteht." Um überhaupt zertifiziert zu werden, musste die Fachabteilung bereits das Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie" der Deutschen Herniengesellschaft vorweisen. „Zudem mussten wir auch seit 2017 die Qualität unserer Operationen nachweisen, und unsere Fachabteilung musste auch eine Mindestanzahl an verschiedenen Operationen, wie zum Beispiel Narben- und Leistenbrüche, erfüllen", erklärt Oberärztin Sylvia Aust. Grundsätzlich nehmen die Operateure regelmäßig an Fortbildungen teil und selbstverständlich wird auch überprüft, ob die Operationen regelhaft verlaufen sind. „Um diese Qualität zu sichern und auch auswerten zu können, werden die Patienten anonymisiert in eine sogenannte Herniamed-Studie eingepflegt", so Sylvia Aust. „Unsere Patienten bekommen von uns ein, fünf und zehn Jahre nach der Operation einen Fragebogen zugeschickt, der u. a. abfragt, ob Komplikationen aufgetreten sind. Die Ergebnisse dieser Befragungen werden wiederum anonymisiert in die Studie aufgenommen."

Das Zertifikat „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie" ist bis 2023 gültig. Sylvia Aust sagt augenzwinkernd: „Das heißt aber nicht, dass wir uns nun bis zu diesem Datum ausruhen! Wir dokumentieren weiterhin lückenlos, so wie wir es bereits zur Erstzertifizierung getan haben. Schließlich wollen wir auch die Re-Zertifizierung in drei Jahren wieder bestehen." Es ist also fast wie bei einem Fußballspiel: Nach dem Spiel, ist vor dem Spiel – immer.

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