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Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Hamburg

Vermeidung von Eingriffsverwechslungen

Eingriffsverwechslungen sind vermeidbar und stellen ein beherrschbares Risiko dar. Auch wenn Eingriffsverwechslungen im medizinischen Alltag selten sind, müssen präventive Maßnahmen angewandt werden, um diese zu verhindern.

Was ist eine Eingriffsverwechslung?

Der Begriff „Verwechslung“ kann auf vielfache Art verwendet werden:

  • die Verwechslung eines Eingriffsortes, z. B. Körperseite links oder rechts
  • die Verwechslung einer Eingriffsart z. B. anstatt einer Knie-OP eine Hüft-OP
  • die Verwechselung einer Patientin/ eines Patienten z. B. Lena Meyer Jahrgang 1965 und Lena Meyer 1985. 

 

Was tun wir vor einer OP, dass es zu keiner Verwechslung kommt?

Die kontinuierliche Rückversicherung über die korrekte Ausführung eines geplanten Eingriffes ist das geeignete Instrument, um Eingriffsverwechselungen zu vermeiden. Zwei Voraussetzungen sollten dafür erfüllt sein:

  • Patientin/ Patient und Operateur sollten sich in der Regel persönlich durch das Aufklärungsgespräch oder bei der Markierung der OP kennenlernen.
  • Die Patientin/ der Patient wird aktiv in den Prozess der Eingriffsidentifikation eingebunden u. a. durch das Patientenarmband.

Wie verhindern wir eine Verwechslung am Patienten im OP?

Wir setzen die Empfehlung der vier Stufen zur Vermeidung von Eingriffsverwechslungen des Aktionsbündnisses Patientensicherheit um:

  1. Aufklärung und Identifikation des Patienten
  2. Markierung des Eingriffsortes
  3. Identifikation des richtigen Patienten für den richtigen Saal
  4. „Team-Time-Out“ (TTO im OP)

Team-Time-Out im OP heißt, dass bei besonders sicherheitsrelevanten Prozessen anhand von Checklisten die einzelnen Punkte der geplanten Maßnahme vor dem Beginn systematisch abgefragt und überprüft werden. Bei operativen Eingriffen wird zur Vermeidung von Eingriffs- oder Seitenverwechselungen unter Einbezug aller am Eingriff Beteiligten vor Schnittbeginn das geplante Vorgehen nochmals überprüft.

Unterstützt wird dieser Prozess durch eine Checkliste "Verfahren zur Prävention von Eingriffsverwechslungen", die in Anlehnung an die Empfehlung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit erarbeitet und umgesetzt worden ist.

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