Ärzte schieben Patienten in einem Bett über den Flur

Klinisches Ethikkomitee

(KEK)

Klinisiches Ethikkomitee

In Grenzsituationen der modernen Medizin müssen immer wieder schwierige und kontroverse Entscheidungen getroffen werden. Gerade bei komplexen Handlungsfragen werden Argumentationshilfen und Empfehlungen gebraucht, um die wesentlichen Aspekte aus medizin-ethischer Sicht beleuchten zu können. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige, Vertreter oder Betreuende, die vor einen solchen Konflikt gestellt sind, bietet das Klinische Ethikkomitee (KEK) des Heidekreis-Klinikums seine Hilfe an.

Kontakt

Carmen Scholz
1. Vorsitzende

05161 602-1833
E-Mail schreiben

Kontakt

Sabine Verges
2. Vorsitzende & Schriftführerin

05161 602-2934
E-Mail schreiben

Unvorhergesehene Ereignisse, komplexe Verflechtungen von Diagnostik und Behandlung sowie die ökonomische Lage im Gesundheitswesen lassen im klinischen Kontext oftmals Fragen zu Leben, Tod und Würde aufkommen.

Viele Patientinnen und Patienten sowie Angehörige sehen sich in diesen Situationen vor die Aufgabe gestellt, sowohl den Patientenwillen, die medizinischen Gegebenheiten und Möglichkeiten als auch ethisch-menschliche Aspekte bezüglich des vorliegenden Sachverhaltes miteinander zu vereinen.

Die Freiheit zu besitzen, für sich selbst entscheiden zu können, oder aber die Notwendigkeit, für Andere entscheiden zu müssen, kann sehr belastend sein. Im Rahmen dieser Entscheidungsprozesse, insbesondere bei der Auslegung von Patientenverfügungen, entstehen häufig Konflikte, die es unter Abwägung von Nutzen und Risiko, juristischen Rahmenbedingungen und Wahrung der Patientenwürde zu bewältigen gilt.

Als Angebot für Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten sowie Angehörige in medizin-ethisch schwierigen Situationen können Fallbesprechungen von Nutzen sein, um während der medizinischen und pflegerischen Therapie zu einer Entscheidung über die weitere Behandlung zu kommen.

Das klinische Ethikkomitee ist ein berufsgruppenübergreifend und unabhängig arbeitendes Gremium, bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kliniken in Soltau und Walsrode.

Es bietet Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Personal in seiner weisungsungebundenen Tätigkeit ein Forum für Beratung, Information und Moderation bei Entscheidungen in medizinischen Grenzsituationen.

Im klinischen Alltag hilft es, die im Leitbild und in den Grundsätzen des Heidekreis-Klinikums für Führung und Zusammenarbeit aufgestellten Ziele zu erreichen.

Das KEK nimmt lediglich eine beratende bzw. bewusstseinsstärkende Position ein, die Verantwortung und Entscheidung verbleibt im Behandlungsteam.

Alle Beteiligten unterliegen der Schweigepflicht.

Ziel des KEK ist es, Ansprechpartner und Orientierungshilfe hinsichtlich der Reflexion und Darstellung ethischer Grundlagen zu sein. Das Tätigkeitsfeld des KEK im Heidekreis-Klinikum erstreckt sich deshalb von der Erarbeitung von Leitfäden oder Empfehlungen über die Weiterbildung des Personals bis hin zur direkten Unterstützung im Umgang mit medizin-ethischen Konflikten in Form von Einzelgesprächen oder einer sogenannten „ethischen Fallbesprechung". Auch bei Fragen bezüglich Vollmachten, Patientenverfügungen, Testamenten o. ä. steht das KEK Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen zur Verfügung.

Das KEK beurteilt nicht die Qualität der medizinischen Behandlung, eine verantwortungsvolle medizinische Versorgung wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Zudem ist es nicht für die Lösung grundsätzlicher/persönlicher Differenzen innerhalb des Behandlungsteams zuständig.

Für die ethische Fallbesprechung ist eine differenzierte Erfassung der Patienten- und Behandlungssituation und des aktuellen (mutmaßlichen) Patientenwillens erforderlich. Anlass bzw. Indikation für eine ethische Fallbesprechung ist die Unsicherheit bezüglich des bestehenden diagnostischen und/oder therapeutischen Konzeptes und/oder Unklarheit des aktuellen Patientenwillens.

Verfahrensanweisung ethische Fallbesprechung

Sollten Sie eine ethische Fallbesprechung wünschen oder sonstige Fragen rund um das Thema Ethik haben, wenden Sie sich gerne an eines der Mitglieder des KEK. Dies kann telefonisch oder per E-Mail erfolgen.

Carmen Scholz (1. Vorsitzende)
Palliativstation
Tel.: 05161 602-1833
carmen.scholz@heidekreis-klinikum.de

Sabine Verges
2. Vorsitzende und Schriftführerin
05161 602-2934
sabine.verges@heidekreis-klinikum.de

Weitere Informationen

www.ethikkomitee.de

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www.drze.de

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www.aem-online.de

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LIVIVO

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www.bv-ethik.de

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www.baek.de

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Faltblatt des Klinischen Ethikkomitees

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