Klinik für Gefäßchirurgie
Standort Walsrode
Klinik für Gefäßchirurgie

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,
sehr geehrte Damen und Herren,
Ihre Gesundheit steht bei uns im Mittelpunkt. Als spezialisierte Klinik für Gefäßchirurgie begleiten wir Sie kompetent, aufmerksam und menschlich – von der ersten Diagnostik über die individuell abgestimmte Therapie bis hin zur sorgfältigen Nachsorge.
Gefäßerkrankungen erfordern Erfahrung, Präzision und ein ganzheitliches Verständnis für Ihre persönliche Situation. Deshalb nehmen wir uns Zeit für Sie. Wir hören zu, beraten verständlich und entwickeln gemeinsam mit Ihnen den bestmöglichen Behandlungsplan.
Unser Leistungsspektrum umfasst die moderne Diagnostik mit innovativen Verfahren, konservative und operative Therapien auf höchstem medizinischem Niveau sowie eine umfassende postoperative Betreuung. Dabei behalten wir nicht nur den medizinischen Verlauf im Blick, sondern unterstützen Sie auch in sozialen und organisatorischen Fragen – denn Heilung braucht mehr als eine erfolgreiche Operation.
In unserer Klinik können Sie sich darauf verlassen: Wir kümmern uns um alles. Mit fachlicher Kompetenz, langjähriger Erfahrung und einem engagierten Team, das Sie auf Ihrem gesamten Behandlungsweg begleitet.
Ihr Vertrauen ist unser Ansporn.
Ihr Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie
Dr. Ovidiu-Cosmin Godina, MHBA
Diagnostikmethoden
Die Doppleruntersuchung ist eine einfache, schmerzfreie Ultraschallmethode zur Beurteilung des Blutflusses. Sie ergänzt die klinische Untersuchung und hilft, Durchblutungsstörungen nachzuweisen.
Das Verfahren nutzt den sogenannten Dopplereffekt: Bewegtes Blut verändert die Frequenz der ausgesendeten Ultraschallwellen. Diese Veränderungen werden hör- oder sichtbar gemacht. So kann festgestellt werden, ob an einer bestimmten Stelle Blut fließt – auch wenn kein Puls tastbar ist.
Die Untersuchung ist nicht belastend und jederzeit wiederholbar.
Zur genaueren Einschätzung einer Durchblutungsstörung der Beine messen wir den Blutdruck an Armen und Beinen. Aus dem Verhältnis beider Werte wird der sogenannte Ankle-Brachial-Index (ABI) berechnet.
- Ein Wert um 1,0 spricht für eine normale Durchblutung.
- Je niedriger der Wert, desto ausgeprägter ist die Durchblutungsstörung.
- Werte unter 0,4 weisen auf eine schwere Durchblutungsstörung hin.
Diese Untersuchung ist ebenfalls unkompliziert und schmerzarm.
Die Farbduplexuntersuchung kombiniert Ultraschallbild und Blutflussmessung. Dabei werden:
- Gefäßstrukturen in Schwarz-Weiß dargestellt
- Blutflussrichtungen farblich markiert (Rot und Blau)
- Flussgeschwindigkeiten gemessen
So lassen sich Verengungen oder Verschlüsse direkt sichtbar machen. Die Methode ist nicht belastend, hängt jedoch in gewissem Maß von der Untersuchungsqualität und den anatomischen Gegebenheiten ab.
Die Computertomografie (CT) ermöglicht eine sehr genaue Darstellung der Gefäße. Während der Untersuchung werden Röntgenstrahlen eingesetzt und ein jodhaltiges Kontrastmittel über eine Armvene verabreicht.
Vorteile:
- Schnelle Durchführung
- Sehr detaillierte Darstellung
- Gute Beurteilung der Gefäße im Verhältnis zu umliegenden Strukturen
Nachteile:
- Strahlenbelastung
- Belastung von Nieren und Schilddrüse durch das Kontrastmittel
Vor der Untersuchung prüfen wir daher Ihre Nierenwerte und klären mögliche Risiken sorgfältig ab.
Die Magnetresonanztomografie (MRT) arbeitet ohne Röntgenstrahlen, sondern mit starken Magnetfeldern. Sie ermöglicht ebenfalls eine detaillierte Gefäßdarstellung.
Besonderheiten:
- Keine Strahlenbelastung
- Längere Untersuchungsdauer
- Lautere Geräuschentwicklung
- Nicht geeignet bei bestimmten Metallimplantaten oder Herzschrittmachern
- Für Planung komplexer endovaskulären Eingriffe nicht so gut geeignet im Vergleich zur CT-Angiographie
Es wird auch hier ein Kontrastmittel eingesetzt, das jedoch kein Jod enthält.
Die DSA ist die genaueste, aber auch aufwendigste Gefäßuntersuchung. Hier wird das Kontrastmittel direkt über einen Katheter in die Arterie eingebracht – meist über die Leiste.
Der Vorteil:
Diagnostik und Therapie können in derselben Sitzung erfolgen. Wird eine Engstelle entdeckt, kann sie häufig unmittelbar mit einem Katheterverfahren behandelt werden (z. B. Ballonaufdehnung oder Stentimplantation).
Ablauf der Untersuchung
Die Arterie wird punktiert und eine Schleuse eingelegt. Über diese können Katheter eingebracht werden. Während der Kontrastmittelgabe kann kurzzeitig ein Wärmegefühl auftreten (falls der Eingriff in Lokalanästhesie durchgeführt wird).
Nach Abschluss der Untersuchung wird die Punktionsstelle mit einem sogenannten Verschlusssystem verschlossen und mehrere Minuten komprimiert und gegebenenfalls mit einem Druckverband versorgt. Für einige Stunden ist Bettruhe erforderlich.
Konservative Therapie – Wundmanagement
Eine chronische oder schlecht heilende Wunde bedeutet für viele Patientinnen und Patienten eine große körperliche und seelische Belastung. Schmerzen, Einschränkungen im Alltag und Unsicherheiten im Umgang mit der Wunde begleiten häufig den Heilungsprozess.
In unserem Wundmanagement stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Uns ist es wichtig, Ihre individuelle Situation ganzheitlich zu verstehen – denn jede Wunde hat ihre eigene Ursache und jede Patientin und jeder Patient bringt unterschiedliche Bedürfnisse mit.
Wir nehmen uns Zeit für Sie: für eine sorgfältige Diagnostik, eine verständliche Aufklärung und eine Therapie, die auf Ihre persönliche Lebenssituation abgestimmt ist. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine möglichst schonende, schmerzarme Behandlung sowie auf eine enge Begleitung während des gesamten Heilungsprozesses.
Unser Ziel ist es nicht nur, Ihre Wunde zu behandeln, sondern Ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Gemeinsam mit Ihnen und in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen entwickeln wir einen individuellen,transparenten und nachvollziehbaren Behandlungsplan für Sie. Dazu gehört ebenfalls die Sicherstellung einer professionellen Weiterversorgung im häuslichen Bereich.
Sie sollen sich bei uns gut aufgehoben fühlen – fachlich wie menschlich
Das Fundament einer professionellen Wundversorgung besteht darin, die Ursache einer Wunde zu verstehen. Erst wenn der zugrunde liegende Auslöser bekannt ist, kann eine moderne, gezielte und effiziente Therapie eingeleitet werden. Unser Ansatz basiert daher auf einer ganzheitlichen Betrachtung und einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit.
Durch den Einsatz moderner Diagnostik und gefäßchirurgischer Therapieoptionen schaffen wir die Grundlage für eine optimale Versorgung und nachhaltige Heilung.
Von einer chronische Wunde wird gesprochen, wenn eine Wunde nach 4-12 Wochen keine Heilungstendenz zeigt. Unser Ziel ist es diese Stagnation zu beenden und die Ursache der Wunde zu behandeln. Wir verfügen im gefäßchirurgischen Bereich über langjährige Erfahrungen in der Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms, Dekubitalulcerationen Ulcus cruris venosum, Ulcus cruris ateriosum, sowie dem arterio-venösen Ulcus cruris und wenden dabei individuell abgestimmte Therapiekonzepte an.
- Interdisziplinäre und multiptofessionelle Wundvisiten
- Gefäßchirurigische Wundsprechstunde:
- Umfassende Wunddiagnostik (Anamnese, körperliche Untersuchung, Pulsstatus, Doppler-Sonographie)
- Regelmäßige Wundinspektion
- Individuelle Wundbehandlung und Kausaltherapie
- Strukturierte Therapieplanung
- Digitale Wunddokumentation
- Schmerztherapie
- Schulung, Beratung und Anleitung von Patientinnen, Patienten und Angehörigen
- Unterstützung zur Erhaltung der Mobilität und der sozialen Aktivität
Moderne,phasengerechte Wundversorgung:
Alle Wunden durchlaufen bis zur Abheilung drei Wundheilungsphasen der Exsudationsphase, Granulationsphase und abschließend der Epithelisierungsphase.In jeder Phase zeigen die Wunden andere Symptome, welche mit modernen, atraumatischen Wundauflagen behandelt und/oder unterstützt werden.Bei der Wahl der jeweiligen Wundversorgung wird stets die Aseptik und Antiseptik berücksichtigt.
Während der interdisziplinären Wundvisite wird die lokale Wundversorgung gemeinsam festgelegt und in jeder darauf folgender evaluiert, um die bestmögliche Wundbehandlung zu gewährleisten.
NPWT (Unterdruck-Wundtherapie):
Die Unterdruck-Wundtherapie ist ein modernes Verfahren zur Förderung der Wundheilung. Durch kontrollierten Unterdruck wird Wundsekret kontinuierlich abgeleitet, die Durchblutung verbessert und die Bildung von gesundem Gewebe angeregt. Diese Methode eignet sich besonders für chronische und komplexe Wunden.
Débridement:
Beim Débridement werden abgestorbenes Gewebe, Beläge und Keime aus der Wunde entfernt. Dies schafft optimale Bedingungen für die Heilung und reduziert das Infektionsrisiko. Je nach Wundsituation kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, darunter mechanische, autolytische, biochirurgische oder chirurgische Methoden.
Mechanisches Débridement:
Entfernung von Wundbelägen und Bakterien mit Wundspüllösungen oder Antiseptika anhand steriler Materialien wie z.B.: Kompressen oder Wundreinigungsvliesen
Scharfes Débridement:
Aviatales Gewebe wird durch sterile Instrumente mit z.B.: Pinzette, Skalpell,scharfen Löffel entfernt. Vitale Struckturen bleiben dabei unberührt.
Autolytisches Débriedement:
Durch die Zuführung von Feuchtigkeit ( Hydrogelen) werden die körpereigenen Selbstreinigungsprozesse unterstützt und beschleunigt.Wundbeläge werden aufgeweicht und ermöglichen somit eine schonende Entfernung.
Biochirurgisches Débridement (Larventherapie):
Die Larventherapie ist eine besonders schonende und effektive Form des Débridements. Speziell gezüchtete, sterile Fliegenlarven reinigen die Wunde, indem sie abgestorbenes Gewebe entfernen und gleichzeitig antibakteriell wirken. Gesundes Gewebe bleibt dabei erhalten.
Schmerztherapie:
Ein zentraler Bestandteil unserer Behandlung ist die individuell abgestimmte Schmerztherapie. Ziel ist es, Schmerzen während der Wundversorgung zu minimieren und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten deutlich zu verbessern.
Kompressionstherapie:
Der gezielt angewendete Kompressionsdruck in der Kompressionstherapie dient der Reduktion von Ödemen (Wassereinlagerungen) und unterstützt die Wundheilung.
Die Intensität des Anlagedrucks richtet sich nach der Feststellung des Gefäßstatus und der ärtzlichen Anordnung.
Ein Kompressionsverband wird aufbauend und primär an den Extremitäten angewendet. Zuerst wird ein Baumwollschlauchverband verwendet, anschließend eine Wattierung und als abschließende Lage die Kompressionsbandagen gewickelt.
Die Behandlung chronischer und komplexer Wunden erfordert ein starkes Netzwerk. Deshalb arbeiten wir eng mit verschiedenen Fachbereichen und externen Partnern zusammen, darunter Sozialdienst, Physiotherapie, Pflegedienste,Wundmanager sowie orthopädische und sanitätstechnische Versorger.
Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten einen reibungslosen Übergang von der stationären in die häusliche Versorgung zu ermöglichen.
Wir bieten regelmäßige Schulungen und Anleitungen für Patientinnen, Patienten, Angehörige sowie unser Fachpersonal an. Dabei vermitteln wir praxisnahes Wissen zur Wundversorgung, Prävention und zum Umgang mit chronischen Wunden.
Um unseren Patienten/innen eine hohe fachliche Qualität bei der Wundversorgung bieten zu können, haben wir zusätzlich auf jeder Station Wundbeauftragte, welche gesondert durch uns, regelmäßig geschult werden und als Multiplikatoren agieren.
Für eine Vorstellung in unserer gefäßchirurgischen Wundsprechstunde wenden Sie sich bitte an unser Team der Gefäßchirurgie - siehe Seitenanfang (Sekretariat).
Unser Team
Dr. Ovidiu-Cosmin Godina, MHBA
Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie
Facharzt für Gefäßchirurgie, Phlebologie, Endovaskuläre Chirurgie
Dr. med. Yury Rusinovich, MHBA
Leitender Oberarzt Gefäßchirurgie
Facharzt für Gefäßchirurgie
Endovaskulärer Chirurg (DGG)
Reginald Cordial
Oberarzt
Facharzt für Gefäßchirurgie und Allgemeinmedizin
Fellow of European Board of Vascular Surgery, FEBVS
Fellow and Diplomate, Philippine Board of Thoracic, Cardiac and Vascular Surgeons
Janine Bajtala
Medizinische Fachangestellte
Gefäßassistentin für die Gefäßchirurgie
Agnes Süselbeck
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Wundmanagement
Key-User apenio
Weitere Informationen
Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie
Vereinigung Norddeutscher Gefäßmediziner e. V.
European Society for Vascular Surgery
Wir sind zertifiziert: