Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie
Heidekreis-Klinikum
Herzlich willkommen im Hernienzentrum
Sehr geehrte Patientinnen und Patienten – liebe Kolleginnen und Kollegen, wir freuen uns sehr über Ihren Besuch.
Die Fachabteilung für Allgemein- und Viszeralchirugie am Heidekreis-Klinikum besitzt seit 2015, aufgrund großer chirurgischer Erfahrung und Expertise in der Hernienchirurgie, das „Siegel für qualitätsgesicherte Hernienchirurgie" der deutschen Herniengesellschaft (DHG) und wurde 2020 von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zum Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie zertifiziert. Unsere Behandlung richtet sich nach den Leitlinien der deutschen und europäischen Herniengesellschaft.
Unser Anspruch: Jeder Patient wird individuell beraten und leitliniengerecht mit der für ihn bestmöglichen Operationsmethode versorgt.

Was ist eine Hernie (Bruch)?
Der Begriff leitet sich von dem griechischen Wort „hernòs“ (= Knospe) ab.
Bei einer Hernie handelt es sich um eine natürlich vorgegebene oder erworbene Schwachstelle in der Bauchwand. Durch eine solche Lücke können sich Bauchfellanteile (die innere Auskleidung der Bauchhöhle) oder Fettgewebsanteile, die unter der Bauchdecke liegen, herausstülpen, Eingeweide z.B. Dünn- oder Dickdarm, in die Lücke rutschen und gar einklemmen.
Verschiedene Faktoren begünstigen das Auftreten einer Hernie beispielsweise schwere körperliche Belastung im Beruf oder im Privaten z.B. beim Sport, chronsiches Husten, anstrengendes Pressen beim Stuhlgang oder Übergewicht. Wenn eine Hernie einmal aufgetreten ist, ist sie nur durch operative Maßnahmen behandelbar.
In der Regel ist ein solcher Bruch oder die Lücke selbst zu tasten oder teils auch sichtbar. Durch Einsatz einer zusätzlichen Ultraschalluntersuchung (Sonografie) oder gegebenenfalls Computertomographie (CT) kann die Diagnose gesichert werden.
Bei den Operationsverfahren unterscheidet man Nahtverfahren, bei denen mit nicht auflösbarem Fadenmaterial die Lücke in einer speziellen Technik verschlossen wird. Abhängig vom vorliegenden Bruch (Hernie) wird gegebenenfalls ein Netz eingebracht, welches zusätzlich die Narbenproduktion zur Stabilisierung unterstützen soll.
Qualitätskontrolle
Qualitätssicherungsstudie Herniamed
In den Vorgesprächen zur Operation werden Sie auch über die Qualitätssicherungsstudie „Herniamed" informiert. Ihre Teilnahme an der Studie dient der Qualitätssicherung in Deutschland, denn das Register für alle Hernienformen in Deutschland wird dadurch weiter ausgebaut. Sie bekommen dazu nach einem, fünf und nach zehn Jahren einen Fragebogen zugeschickt, in dem nach Ihrem Befinden und den Befunden nach der Hernien-OP gefragt wird. Die Ergebnisse werden wiederum anonymisiert in die Studie eingepflegt.
Jede teilnehmende Klinik erhält eine jährliche Auswertung über die Anzahl und die Qualität der erbrachten Operationen. Operationsverfahren und Materialien unterliegen so einer stetigen Qualitätsüberprüfung.
Wenn Sie mehr über die Studie erfahren möchten, können Sie weitere Informationen unter www.herniamed.de erhalten.

Unser Team
Dr. med. Bassam Hammoud
Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Leitung des Darmkrebszentrums
Leitung des Hernienzentrums
Facharzt für Allgemeinchirurgie
Facharzt für Viszeralchirurgie
Zusatzweiterbildung: Spezielle Viszeralchirurgie
Sylvia Aust
Oberärztin
Fachärztin für Chirurgie, Viszeralchirurgie, spezielle Viszeralchirugie
Koordinatorin des Hernienzentrums
Wir sind zertifiziert: